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Was uns einzigartig macht

Schicken uns die Computer bald in die ewigen Ferien? Automatisierung und Digitalisierung schreiten immer weiter voran - welche Rolle spielt da noch der Mensch?

Als die Industrialisierung im 19. Jahrhundert so richtig loslegte, war es völlig normal, mehr als zehn Stunden täglich an einem Fliessband oder einer Maschine die immergleiche Arbeit zu verrichten. Heutzutage sieht es ganz anders aus. Ganz ehrlich: Wer würde heute noch sagen, sein oder ihr Traumjob sei es, stundenlang am Fliessband zu stehen?

fabrikarbeiterinnen-in-einer-spulenwickelei-1908.jpgIndustrialisierung

Die Automatisierung von Prozessen mit Robotern beseitigt zwar die monotone Arbeit, aber auch die Menschen, die diese Arbeit verrichten. Werden wir Menschen in Zukunft also überflüssig werden? Einige pessimistische Studien sind überzeugt, dass schon bald viele Arbeitsplätze den Robotern zum Opfer fallen. Das tönt zwar erschreckend, aber die Studien vergessen zwei wichtige Punkte, die den Menschen einzigartig machen.

Punkt 1: Der Mensch ist kreativ

Die Welt hat sich seit der Industrialisierung verändert, und genauso die Arbeitssituation. Fliessband-Jobs gibt es auch heute noch, aber ein grosser Teil der Arbeitnehmenden muss nicht mehr immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein. Fast die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmenden kann die Arbeitszeit frei gestalten, über ein Drittel arbeitet Teilzeit und ein Fünftel darf im Home Office tätig sein. Dies liegt daran, dass die Arbeit immer weniger monoton und immer mehr kreativ wird.

Keine Angst, du musst jetzt nicht lernen, Bilder zu malen und Gedichte zu schreiben: Kreativität bedeutet schlicht, Probleme auf neuartige Art und Weise zu lösen. Das kriegt im Moment noch kein Computer wirklich hin.

Darüber hinaus führt die Automatisierung dazu, dass am Ende alle Produkte gleich sind. Wenn dein Produkt etwas Besonderes sein soll, muss die menschliche Kreativität her. Besonders gut sieht man dies in der Automobilbranche: So hat Toyota beispielsweise beschlossen, in unterschiedlichen Arbeitsbereichen den Computer wieder durch Menschen zu ersetzen, um eine hohe Qualität ihrer Produkte aufrechtzuerhalten.

punktschweissen_KUKA.jpgAutomatisierung in der Automobilindustrie

Punkt 2: Der Mensch ist sozial

Ein weiterer Grund ist aber sicherlich genauso wichtig wie Kreativität. Ganz ehrlich: Würdest du dir die Zahnarzt-Spritze von einem Roboter geben lassen? Oder würdest du es in Ordnung finden, dass deine Oma von einem Computer gepflegt wird? Vermutlich nicht. Man könnte schon heute viel mehr automatisieren, aber häufig wird das gar nicht gewünscht. Der Mensch möchte lieber Kontakt zu Menschen, obwohl der Roboter vielleicht sogar besser piekst und pflegt.

Die Zukunft wird mit Sicherheit anders sein. Aber nicht wie in düsteren Science-Fiction-Filmen, sondern im Gegenteil kreativ und sozial. Ein Grund mehr, sich auf die Zukunft zu freuen!

 

Tags: Arbeit, Technologie

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